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Wo ist die „5“?

Mit der Stiftung Much unterwegs im Zahlenland


Mai 2022 / Much. Komm‘ mit ins Zahlenland“ hieß es auch für Frau Knipp und Herrn Schlimbach von der Stiftung Much. Das ist auch der Titel des Lernmaterials, das die Stiftung für 860 Euro  dem Kindergarten Wellerscheid speziell für Vorschulkinder gespendet hatte.  Neugierig folgten die Beiden der Einladung zu einer „besonderen“ Unterrichtsstunde: Es sollte nämlich eine Reise ins Zahlenland stattfinden, um die „5“ zu entdecken.

Die Gruppenleiterin las den Kleinen eine spannende Geschichte über eine Geburtstagfeier der Zahlen vor. Natürlich wollte auch die „5“ daran teilnehmen, was aber nur mit Hilfe der Kinder und der schon bekannten Zahlen 1 bis 4 gelang. Gebannt lauschten die Vorschulkinder dem Vortrag und gestalteten ihn z. B. durch Klopfzeichen mit. Danach suchten alle eifrig im Gruppenraum nach fünf gleichen Dingen, erkannten bald, wie viele Teile noch fehlten, wenn man nur drei gleiche gefunden hatte. Wenn es ganz schwierig wurde, half auch schon mal die Zahlenfee. Sie musste auch zur Hilfe eilen, wenn der Zahlenkobold wieder mal viel Chaos im Zahlenland angerichtet hatte. Auf diese Weise lernten die Kinder bei der fröhlichen Wanderung durch die Welt der Zahlen spielerisch z.B. die verschiedenen Mengenarten der 5 kennen. 


Frau Phillip, Leiterin des Kindergartens, freute sich, dass die Stiftung Much durch eine Geldspende die Anschaffung solch motivierender Lernspiele ermöglicht hat. „Natürlich bestätigt uns die Freude der Kinder, wie gut unsere Unterstützung weiterhilft“, stellte Frau Knipp zufrieden fest. So hat sich der „Ausflug“ ins Zahlenland für alle gelohnt.

MUT TUT GUT: Ich entscheide!


März 2022 / Much. Nein-Sagen will gelernt sein – und muss trainiert werden. WER entscheidet, was ich mir ansehe, was ich rieche, was ich mir anhöre, was ich mir in den Mund stecke und was ich anfassen möchte?

Was für uns Erwachsene selbstverständlich ist, müssen die Kleinen lernen. Die Vorschulkinder haben sich in diesem Projekt mit dem NEIN- Sagen auseinander gesetzt. Klaudia Stein, Leiterin der Ki-Ta „Mucher Pänz“, war begeistert, als die Stiftung Much sich bereit erklärte, die Kosten für das Projekt „MUT TUT GUT“ zu übernehmen.  

Durch eindeutige Körpersprache (Haltung) und kraftvolle Stimme üben die Kinder die Grenzsetzung. Darüber hinaus soll für alltägliche Gewalt und Betroffenheit sensibilisiert werden. Ein klares STOPP, NEIN, Weggehen oder Hilfe holen wird in wechselnden Situationen geübt.
An mehreren Tagen im November kam eine MUT TUT GUT- Trainerin ins Haus, um mit den Vorschulkindern zu arbeiten. Durch verschiedene Spiele und Übungen wurden die Themen spielerisch bearbeitet. Der Ansatz wird nun im Team der KiTa fortgeführt, da auch reichlich Literatur zur Thematik angeschafft worden ist.

Was für ein Theater!


Januar 2022 / Much. Zu Beginn stand nur die Idee „Wie könnte man Jugendlichen Theater nahe bringen?“ Die Stiftung konnte Heike Bänsch, Schauspielerin und Regisseurin für diesen Gedanken begeistern. Geplant war zunächst, in 2020 mit Jugendlichen Theaterfahrten zu organisieren. Dann verhinderte allerdings Corona sämtliche geplanten Theaterbesuche. Aus dem Grunde war bisher auch nur eine Theaterfahrt möglich.
So entwickelte sich allmählich der Gedanke, selbst „Theater zu machen“. Sie sind zwischen 6 und 20 Jahre alt - eine bunte Mischung. Sie sind klein und groß, vorlaut und schüchtern, hyperaktiv und still. Heike Bänsch hat die Vision, sie alle zusammen zu einem Ziel, zu einer kreativen Reise zusammen zu führen. Im Jugendzentrum wird seitdem an einer eigenen Theatergruppe gearbeitet - und das mit Erfolg. Unterstützt wird sie dabei von der Stiftung Much.

Heike Bänsch, ein einfühlsamer Mensch mit großem Herzen, findet im Jugendzentrum mit seinen ganz unterschiedlichen Besuchern ein weites Experimentierfeld für ihre Idee, die Kinder und Jugendlichen aus ihrem Alltag herauszuholen, ihnen buchstäblich eine "Bühne" für ihr Potenzial zu bieten, sie in ihrer Lebendigkeit und ihrer Spielfreude aufblühen zu lassen. 

Eingeschränkt durch Lockdowns und Corona-Regeln, kämpften sich die 'JuZe'-Leitung um Gilda Beuke, die Regisseurin und die Kinder durch die letzten zwei Jahre. Um überhaupt spielen zu können, wurde zeitweise im Freien geprobt. "Man muss schon sehr flexibel sein", sagt Heike Bänsch. Manchmal springen Kinder ab, neue kommen hinzu. In diesem ständigen Wechsel ist sie der ruhende Pol. "Die Kinder sollen ihre Kraft erleben dürfen, ihre Lebendigkeit, es darf auch mal laut und wild zugehen - aber sie sollen auch zur Ruhe kommen und Konzentration lernen." Dazu möchte sie Mut, Kreativität und Fantasie fördern.

Am 17. Dezember 2021 wurde endlich das erste Theaterstück aufgeführt. Jan und Mara, Nadja und Carlotta, Dominik und Muhammed und vier weitere "Akteure" hatten ein Stück kreiert, das aus einer Mischung aus Ritterabenteuer und Romeo und Julia bestand. In den Originalstücken überleben einige nicht - das aber wurde von den jungen Mitspielern strikt abgelehnt. Sowohl der Drache als auch Julia und Romeo durften weiterleben. Die Aufführung fand großen Anklang bei Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln. 

Beim ersten Treffen nach der Aufführung wird mit kleinen Holzfiguren eine spontane Geschichte gezaubert. Jeder erzählt etwas über seine Figur, der andere spinnt die Geschichte mit einer anderen Figur weiter. Real oder nicht- das spielt keine Rolle, aber der rote Faden muss erkennbar sein. "Ich begebe mich mit den Kindern auf eine gemeinsame Reise- und jeder ist Teil des Weges und gestaltet die Reise mit", erklärt Bänsch. So weiß niemand vorher, wo die Reise enden wird! 

Als Nächstes ist eine Fahrt nach Bonn geplant zu einer Aufführung von 'Pippi Langstrumpf'. Auf diese Anregung hin soll das nächste Theaterstück entstehen. Wir freuen uns darauf. 

Die Stiftung hat für das Theater-Projekt ein jährliches Budget zwischen 3.000 und 5.000 Euro vorgesehen- je nachdem, welche Aktionen möglich sind. Gilda Beuke freut sich, dass das Jugendzentrum  durch dieses Angebot weiter an Attraktivität gewinnt.

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